Der Honig der zweiten Ernte ist wesentlich dunkler als der Blütenhonig der ersten Ernte im Juni. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass auf dem Grundstück, auf dem das Bienenhaus steht, Kirschbäume stehen. Da diese kaum geerntet werden, fallen die Kirschen herunter und die Kirschen trocknen aus. Der konzentrierte Saft der Kirschen wird von den Bienen gesammelt. Dies verleiht dem Honig eine fruchtige Note und die dunkle Farbe.

Der aus der Schleuder laufende Honig wird i.d.R. gesiebt um hauptsächlich das darin noch enthaltene Wachs zu entfernen. Diese Siebe zu reinigen ist mühsam, das es nach einer Weile mit honig und den Wachsresten verklebt. Heute kam ich aud die Idee dies von Bienen erledigen zu lassen. Also habe ich die beiden Sieb auf unsere Terasse gestellt. Nach wenigen Minuten haben Bienen das "gefundene Fressen" entdeckt und fein säuberlich alles geputzt. Achtung: Dieses Verfahren nicht in der Nähe des Bienenhauses oder Bienenbeuten praktizieren, da es die Räuberei der Bienen fördert, die dort nicht haben will.

Pruefbericht
Zur Erklärung: Ein Wassergehalt von weniger als 18% ist Pflicht für Siegel- und Bioimker. Je höher desto flüssiger und weniger haltbar. Ein Wert von 14.6% ist sehr gut. Eine geringe Menge an HMF im Honig ist ein Indikator für dessen Frische und Naturbelassenheit. Lagerung bei Zimmertemperatur (21 °C) kann den HMF-Gehalt in einem Jahr bereits auf 20 mg/kg erhöhen. Die EU hat einen HMF-Grenzwert von maximal 40 mg/kg für Honig festgelegt. Dieser Honig ist also sehr frisch und wurde auch nicht erhitzt. Diastase ist ein Enzym (Ferment) welches die Bienen bei der Verarbeitung des Nektars zum Honig zugeben. Honig muss mindestens eine Diastase-Zahl von 8 aufweisen. Kunsthonig z.B., der aus Rübenzucker hergestellt wird, enthält keine Diastase. Dies belegt, dass es sich wirklich um Bienenhonig handelt.

 

 

 

 

Ja, in den 2 Honigzargen von Volk A ist reichlich verdeckelter Honig vorhanden. Habe eine Zarge mit Mittelwänden daruntersgetellt und die Bienenflucht darüber. Die Idee: Während ich die Honigwaben der 2 oberen Zargen schleudere, hat  dieses grosse Volk noch genug Platz in der fast leeren Zarge. Ausserdem kann es  sich mit dem Ausbauen der Mittelwände beschäftigen.

Gesagt getan: Mein "Schwarm-teufel" ist schnell ausgemacht, Stock 5 ist unter Verdacht. Beim Öffnen bestätigt es sich. Es hat deutlich weniger Bienen und ich finde 5 Weisel-zellen (siehe Bild oben links) . Ich entschliessse mich für gleich 2 Ableger und verteile alle Brutwaben auf die Kästen 23 und 24. Ich verkleinere den Honigraum wieder auf eine Lage und stelle dabei fest, dass die "Mädels" die Rähmchen mit Leitstreifen, die eigentlich für Wabenhonig gedacht waren, zu Drohnenwaben ausgebaut haben. Hier müssen wir noch an unserer Kommunikation arbeiten 😉 . Den Brutraum bestücke ich mit einer ausgebauten Mittelwand (MW), 3 nicht ausgebauten MW, 3 gut gefüllten Honigwaben und den leeren Drohenwaben aus dem Honigraum. In diese "Neubauwohnung" mit gefülltem Vorratskeller logiere ich den Schwarm ein (siehe Bild mitte ). Praktischerweise passt der Deckel des Schwarmkastens, so das mit 1-2 kräftigen Stössen fast das ganze Volk im Kasten landet. Immer wieder faszinierend, wie sie dann alle in den Kasten maschieren (siehe Bild unten). Hört sich alles easy an, war aber eine Aktion von fast 2 Stunden und 3 Stichen trotz Schutzkleiung. Der Imker ist nun mal der Staatsfeind Nr. 1 für jedes Bienenvolk und muss mit allen Mittel bekämpft werden.

 

Praktischerweise hat sich an einem Samstag (22.04.17) mein erster Schwarm auf den Weg gemacht und sich unweit vom Bienenhaus niedergelassen. Es hatte gerade gerade mal 5° C. Er hing niedrig und konnte leicht eingefangen werden. Ich vermute das er aus dem Stock 5 kommt. Werde morgen mal nachsehen und ihn evtl. dort wieder einlogieren. Wobei ich vorher alle vorhandenen Brutwaben umlogiere, um möglichst schnell wieder ein starkes Volk zu haben, da ihm die Flugbienen wieder zufliegen werden.